Buchvorstellung und Lesung Christian Hackbarth-Johnson: Bettina Sharada Bäumer – ein Leben zwischen Indien und Europa.
Biographische Studie zur interreligiösen Existenz der österreichischen Religionswissenschaftlerin. Bd.1: „Man muss flexibel sein!“ Kindheit und Jugend (1940-1964), Salzburger Theologische Studien interkulturell 25, Tyrolia Verlag 2024
Mittwoch, den 2.12.2026, 19 Uhr,
Berchtoldvilla, Josef-Preis-Allee 12, Salzburg
Eintritt frei, um eine freiwillige Spende für die Unkosten wird gebeten
Der Vortrag des Autors wird unterstützt durch Lesungen von MyoE Doris Harder, Zen-Priesterin und Theaterregisseurin (Wien)
Musikalische Rahmung: Karen Schlimp, ao. Professorin für Improvisation (Linz, Salzburg; https://pianomobile.com/)
Es laden ein:
- Dr. Christian Hackbarth-Johnson (Autor und Stiftungsvorstand, Dachau)
- Stiftung Spiritualität und interreligiöser Dialog (München)
- Zentrum Theologie interkulturell und Studium der Religionen (Universität Salzburg)
- Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte (Universität Salzburg)
- art bv Berchtoldvilla – Vereinigung Bildende Kunst Salzburg
- Rupertus Buchhandlung (Salzburg) (angefragt)
Die Veranstaltung wird von der Stadt Salzburg gefördert (angefragt).
Bettina Bäumer (geb.1940) stammt aus einer Salzburger Künstlerfamilie, die im Nationalsozialismus wegen der jüdischen Herkunft der Mutter Verfolgung litt. Sie entgeht der Shoah, indem der katholische Priester Sebastian Linsinger die Familie in sein Pfarrhaus im Salzburger Land (Großarl) aufnimmt. 1961 begegnet Bäumer, die damals evangelische Theologie studiert, dem indisch-spanischen katholischen Priester Raimon Panikkar. Begeistert von seiner Ausstrahlung folgt sie ihm nach Rom, wo gerade das 2. Vatikanische Konzil beginnt, um bei ihm zu studieren. Im Herbst 1963 reist sie erstmals nach Indien, um Henri Le Saux o.s.b/Swami Abhishiktananda kennenzulernen, einen weiteren wichtigen Pionier des Dialogs zwischen Hinduismus und Christentum. Im Jahr darauf beginnt sie ihr Doktoratsstudium bei Karl Rahner SJ in München. Nach der Promotion geht sie 1967 zu weiteren Studien nach Indien, wo sie bis heute lebt. Bettina Bäumer arbeitet weltweit als Wissenschaftlerin und erhielt viele Auszeichnungen, insbesondere einen theologischen Ehrendoktor der Universität Salzburg (2002), das "Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse" vom Ministerium für Wissenschaft und Forschung (2012) und den Padmashri Award des Präsidenten Indiens für ihre Beiträge in den Feldern der Literatur und der Bildung (2015). Bis heute lebt sie, die 2011 indische Staatsbürgerin angenommen hat, in Varanasi und nahe Rishikesh.
Der erste Band der Studie von Dr. Christian Hackbarth-Johnson, die im Rahmen eines FWF-Projekts am Zentrum Theologie interkulturell und Studium der Religionen an der Universität Salzburg recherchiert wurde, beschreibt mit Briefen und Tagebucheinträgen die Kindheit und Jugend Bettina Bäumers bis nach ihrer ersten Reise nach Indien. Ein besonderes Gewicht wird auf die Geschichte der außergewöhnlichen Familie Bäumer in Salzburg gelegt. Die vielseitigen Interessen und die Offenheit der Eltern bilden die Grundlage der Arbeit Bettina Bäumers als interkulturelle Vermittlerin zwischen Indien und Europa und Lehrerin des nicht-dualen Shivaismus von Kashmir.
Der Druck des Buches wurde von der Stadt Salzburg mit 1000,- gefördert.